Fuß- und Radwegbrücke in Offenburg
Das Tragwerk der Brücke besteht aus einem in der Höhe veränderlichen, symmetrischen Trog-Querschnitt mit trapezförmigen Stahlhohlkästen. Die Gehbahn ist als orthotrope Platte mit nur 15 cm Gesamtaufbauhöhe konzipiert. Zur Erhöhung der Dauerhaftigkeit wird ein Gussasphaltbelag gewählt.
Für die konstruktive Optimierung des Querschnitts wird die Gradiente um ca. 60 cm erhöht. Die sattelförmige Gehbahn sorgt für eine kontinuierliche Entwässerung zu den Widerlagern, das Wasser wird durch Tropftüllen direkt in die Kinzig-Aue abgeleitet. Die optimierte Spannweitenverteilung ermöglicht eine steife Konstruktion mit minimalem Materialeinsatz. Als Baustoff kommt durchgehend Stahl S235 zum Einsatz, was eine nachhaltige Bauweise und spätere 100%ige Wiederverwertung ermöglicht. Wenige, einfache Anschlussdetails erhöhen die Dauerhaftigkeit und minimieren den Wartungsaufwand.
Die Brücke gründet auf zwei schlanken Pfeilerscheiben, deren Basis sich nach unten verbreitert, während die Ansicht zur Verjüngung hin gestaltet ist. Der Überbau lagert symmetrisch „schwimmend“ auf je zwei festen Edelstahlknaggen, während die weiche Einspannung der Pfeiler thermische Zwängungen aufnimmt. Restdehnungen werden durch eine elastomere Übergangskonstruktion abgefangen.
Die Fundamente in der Aue sind als konventionelle Einzelfundamente mit geringer Bodenpressung ausgelegt.
