Ein UFO im Stadtraum
Für die Deutsche Oper am Rhein wurde mit dem „UFO – Junge Oper Urban“ eine mobile und wandelbare Spielstätte entwickelt, die als fliegender Bau an wechselnden Standorten, u. a. in Düsseldorf und Duisburg, eingesetzt wird. Als Klanglabor und temporäre Bühne für Musiktheater schafft das Projekt einen niedrigschwelligen Zugang zu Kultur und öffnet sich zugleich als sozialer Begegnungsraum im Stadtraum.
Das räumliche Konzept basiert auf einem zentralen, oktagonalen Bühnenkörper, um den verschiedene Funktionsmodule angeordnet sind. Diese additiven Elemente – darunter Eingangsbereich, Nebenräume, Sitznischen, Erweiterungsräume und akustische Installationen – lassen sich je nach Standort neu konfigurieren. Dadurch kann die Anlage flexibel auf unterschiedliche räumliche Situationen reagieren.
Die Konstruktion vereint unterschiedliche Bauweisen zu einem transportablen Gesamtsystem. Der zentrale Bühnenbau basiert auf einer faltbaren Bodenplattform, die im Transportzustand containerartig ausgebildet ist und als Trägerstruktur für die weiteren Bauteile dient. Die Wand- und Dachelemente werden vor Ort positioniert und mechanisch gefügt. Ergänzende Module wie Bauwagen oder mobile Erweiterungsräume sind eigenständig transportfähig und werden temporär in das System integriert.
Zum Einsatz kommen klassische Materialien wie Holz, Stahl und Aluminium sowie Leichtbaukomponenten wie Membranen und pneumatische Strukturen. Ergänzt wird dies durch Elemente aus angrenzenden Bereichen, etwa dem Fahrzeug- und Containerbau. Die Lagesicherheit wird über mobile Ballastierungen sichergestellt, sodass auf klassische Fundamentierungen verzichtet werden kann.
Die besondere Herausforderung bestand darin, die Anforderungen an Mobilität, Wiederaufbau, Gebrauchstauglichkeit und Sicherheit in einem wandelbaren System zusammenzuführen, das sowohl konstruktiv funktioniert als auch räumlich und atmosphärisch überzeugt.
