Instandsetzung eines denkmalgeschützten Gebäudes an der Parkaue
1927/28 als Verwaltungsgebäude für die AOK in Berlin-Lichtenberg erbaut, wurde der inzwischen denkmalgeschützte Bau behutsam instandgesetzt und an heutige Anforderungen angepasst.
Der Massivbau mit seinen zwei seitlichen Flügeln und dem runden Kopfbau blieb in seiner Grundstruktur erhalten, lediglich die Nutzung des Gebäudes wurde leicht verändert. Die unteren Etagen werden weiterhin gewerblich genutzt, die oberen Geschosse wurden in Wohnraum konvertiert.
Ein Schwerpunkt des Projekts lag im Bereich der ehemaligen Schalterhalle im Hochparterre. Die historische Bleiverglasung wurde restauriert und wieder eingesetzt. Zum Schutz dieser Konstruktion wurde das darüberliegende Glasdach erneuert. Hierzu wurde die bestehende Stahlkonstruktion aufgenommen und statisch überprüft. Tragfähige Bauteile konnten erhalten bleiben, während untergeordnete Elemente je nach Erfordernis ersetzt oder ergänzt wurden. Die neue Dachkonstruktion wurde als Aluminium-Glas-System auf das vorhandene Tragwerk aufgesetzt.
Im Untergeschoss des Kopfbaues entstand ein Wasserbecken für die Sprinkleranlage. Die Lastabtragung erfolgt über eine neu hergestellte Stahlbetonplatte, die unabhängig von den bestehenden Fundamenten gründet.
Für die vertikale Erschließung wurde eine neue Treppenanlage vom Souterrain bis in die oberen Geschosse eingefügt. Hierfür wurden bestehende Stahlsteindecken behutsam geöffnet und durch neue Stahlträger abgefangen. Die Eingriffe erfolgten unter Berücksichtigung der vorhandenen Tragstruktur und des denkmalgeschützten Bestands.
Aufgrund der technischen Modernisierung des Gebäudes wurden außerdem - in enger Abstimmung mit den Anforderungen des Denkmalschutzes - neue Durchbrüche für die Haustechnik hergestellt und statisch bewertet.
