Neue Wohngebäude auf dem Dragoner-Areal in Berlin-Kreuzberg
Das Dragonerareal zählt zu den bedeutendsten innerstädtischen Entwicklungsflächen Berlins. Auf dem ehemaligen Kasernen- und Gewerbestandort entsteht ein neues, gemischt genutztes Stadtquartier, das historische Bausubstanz bewahrt und behutsam weiterentwickelt. Wohnen, Arbeiten, Gewerbe und öffentliche Freiräume werden zu einem lebendigen urbanen Ensemble verbunden, das den Charakter des Ortes erhält und gleichzeitig Raum für neue Nutzungen schafft.
Die denkmalgeschützten Bestandsgebäude bleiben die prägenden Elemente des Quartiers. Die Neubauten ordnen sich in das bestehende Ensemble ein und führen den Ort mit einer eigenständigen Architektursprache behutsam weiter. So entsteht ein städtebaulicher Zusammenhang, der Alt und Neu nicht gegenüberstellt, sondern miteinander verbindet.
Im südlichen Baufeld entstehen zwei Wohngebäude mit gemeinsamer Untergeschossebene. Das Tragwerkskonzept kombiniert Stahlbetonkerne mit einer Mischkonstruktion aus Schott- und Skelettbauweise. Vorgefertigte Spannbetonhohldielen und Außenwände aus Brettsperrholz ermöglichen einen hohen Vorfertigungsgrad, reduzieren Bauzeit und Materialeinsatz und schaffen gleichzeitig flexible Grundrisse für unterschiedliche Wohnformen.
Die Konstruktion verbindet robuste Dauerhaftigkeit mit ressourcenschonendem Bauen. Retentionsdächer mit extensiver Begrünung, Photovoltaikanlagen und Holzbauelemente tragen zu einer nachhaltigen Gebäudeentwicklung bei. Vorgestellte Balkonkonstruktionen minimieren Wärmebrücken, während die Tragstruktur langfristige Nutzungsanpassungen ermöglicht. So entstehen Gebäude, die den Anforderungen an eine zukunftsfähige und klimaangepasste Stadtentwicklung gleichermaßen gerecht werden.
