Umweltbildungszentrum | Mühlhausen

Neubau eines Informations- und Umweltbildungszentrums

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Projektdaten
 

  • Bauherrschaft Stadt Mühlhausen/ Thüringen
  • Architektur KRP Architektur GmbH
  • Daten BGF: 285 m²
  • Leistungsumfang TWP LPH 1-6
  • Planungszeit 02/2021 – 01/2022
  • Bauzeit 12/2023 – 05/2026

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Umweltbildungszentrum Schwanensee

Projektpartner

KRP Architektur GmbH

geskes.hack Landschaftsarchitekten GmbH

Informations- und Umweltbildungszentrum am Schwanenteich

Am Schwanenteich in Mühlhausen entstand im Zuge der Neugestaltung des Quellenparks ein Informations- und Umweltbildungszentrum als neuer öffentlicher Treffpunkt und Auftakt einer Reihe von Stationen im Park. Der eingeschossige Holzbau öffnet sich mit großzügigen Verglasungen zum Wasser und fügt sich mit seiner zurückhaltenden Architektur in die umgebende Landschaft ein.

Entwurfsprägend ist die weit auskragende Dachscheibe, die wie eine schwebende Horizontale über zwei kompakten Holzkuben liegt. Zwischen diesen spannt sich ein transparenter Ausstellungs- und Veranstaltungsraum auf, der sich durch große, öffenbare Glasfassaden flexibel zum Park und zum Schwanenteich öffnen lässt. So entsteht ein fließender Übergang zwischen Innen- und Außenraum.

Das Tragwerk kombiniert Brettsperrholz- und Stahlbauteile zu einer klar gegliederten Konstruktion. Die Dachscheibe aus vornehmlich einachsig spannenden Brettsperrholzelementen überspannt den zentralen Ausstellungsraum und kragt auf allen Seiten weit aus. Ein zusätzlicher Stahlüberzug ermöglicht dabei die großen Auskragungen in Plattenquerrichtung und die offene, skelettartige Ausbildung seeseitigen Fassadenfront. Die Aussteifung erfolgt über die Dachscheibe sowie mehrere aussteifende Brettsperrholzwände.

Die Außenwände wurden als Brettsperrholzkonstruktion mit hinterlüfteter Holzfassade ausgeführt. Große Teile der Holzoberflächen bleiben im Innenraum sichtbar und prägen die Atmosphäre des Gebäudes. Das extensive Gründach unterstützt neben den gestalterischen Qualitäten auch den sommerlichen Wärmeschutz sowie die Regenrückhaltung.

Aufgrund der schwierigen Baugrundverhältnisse mit torfhaltigen Böden und Resten ehemaliger Wasserbecken, erfolgte die Gründung über eine Stahlbetonsohlplatte auf einem rund ein Meter starken Schotterpolster mit Geogitter und Geovlies. Während der Bauphase waren zudem wasserhaltende Maßnahmen und eine temporäre Grundwasserabsenkung erforderlich.

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