Pavillon am Haus der Kulturen der Welt - 2026

Neubau einer Grundschule in Sarstedt

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Projektdaten

  • Bauherr Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH
  • Konzept studio in:so
  • Umsetzung ephem Architekt*innen
  • Daten BGF: 80 m²
  • Leistungsumfang statische Beratung
  • Planungszeit 01.2026 – 03.2026
  • Bauzeit 05.2026 - 06.2026

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Pavillon am Haus der Kulturen der Welt 2026

Projektpartner

studio in:so

ephem Architekt*innen

Rhythms of Sympoiesis - Pavillon am Haus der Kulturen der Welt 2026

Seit 2023 realisiert das Haus der Kulturen der Welt jährlich einen temporären Pavillon als Teil der Reihe „Shaped to the Measure of the People’s Songs“. Die Ausgabe 2026 trägt den Titel „Rhythmen der Sympoiesis“ und versteht den Pavillon als lebendiges Beziehungsfeld, in dem Zeit, Material, Fürsorge und kollektive Teilhabe miteinander verbunden werden. Stroh und Schilf stehen dabei für überliefertes handwerkliches Wissen, kulturelle Erinnerung und einen materialbezogenen Umgang mit Zeit und Arbeit.

Entworfen wurde der diesjährige Pavillon von studio in:so. Die Architektur greift die Idee des Panoramas auf, löst dessen zentrale Perspektive jedoch zugunsten mehrerer Blickrichtungen und wechselnder Zentren auf. Entsprechend ist auch die Tragstruktur nicht als zentral ausgerichtete Konstruktion konzipiert, sondern entwickelt sich aus radial angeordneten Fachwerkwänden.

Der etwa 9,8 m großer und etwa 4,8 m hohe Pavillon entstand auf dem Freigelände vor dem Haus der Kulturen der Welt und wird während seiner rund sechsmonatigen Standzeit von Juni bis Oktober 2026 für Ausstellungen, Installationen, Workshops, Talks, Lesungen und Performances genutzt.

Das Tragwerk besteht aus radial angeordneten Holzfachwerkwänden. Stiele, Riegel und Diagonalen bilden gemeinsam die filigrane Primärstruktur. Das Dach- und Podesttragwerk wird ebenfalls radial ausgebildet und über Balken zwischen den Wandstielen mit der Fachwerkkonstruktion verbunden. Die horizontale Aussteifung erfolgt über die Fachwerkwände. Ergänzend wird entlang des äußeren Umfangs eine konzentrische Fachwerkebene angeordnet. Sie reduziert die Torsion der Struktur und sorgt gemeinsam mit den radialen Fachwerken für das räumliche Tragverhalten des Pavillons.

Das Dach erhält eine leichte Membranbespannung, die segmentartig zwischen den Dachbalken spannt und am Außenumfang nach unten abgespannt wird.

Wegen der temporären Nutzung wurden die Holzverbindungen überwiegend mit Passbolzenverbindungen zusammengefügt und ermöglichen damit einen einfachen Rückbau. Die Gründung erfolgt über die Hauptpodestträger auf einer Unterpallung aus Gehwegplatten. In den äußeren Gefachen wird zusätzlich Ballast eingebracht, um die Konstruktion gegen die Einwirkungen aus Wind zu sichern.

Die offene Holzkonstruktion wird während der Nutzung durch Stroh- und Reetelemente ergänzt.

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