Studierendenwohnen | Potsdam

Neubau eines Studierendenwohncampus in Holzbauweise in Potsdam

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Projektdaten
 

  • Bauherrschaft ProPotsdam GmbH
  • Architektur dRMM Architects Berlin
  • Daten BGF: 13.424 m² | BRI: 43.298 m³
  • Leistungsumfang TWP LPH 2-6 und 8, Thermische Bauphysik
  • Planungszeit 11/2022 – 09/2025
  • Bauzeit seit 05/2026

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Studierendenwohncampus Potsdam

Projektpartner

dRMM Architekten

ProPotsdam

Studierendenwohncampus in Potsdam

Am westlichen Rand des Entwicklungsgebiets „Rote Kaserne West“ im Bornstedter Feld in Potsdam entsteht derzeit ein neuer Wohncampus für Studierende. Das Projekt umfasst vier viergeschossige Gebäude mit insgesamt 161 Wohneinheiten für 308 Studierende. Zusätzlich entstehen Gewerbeflächen, Gemeinschaftsbereiche und ein begrünter Innenhof.

Die Anlage wurde als lebendiges Ensemble konzipiert, das studentisches Wohnen mit urbanem Leben verbindet. Entlang der Georg-Hermann-Allee fassen zwei markante Eckgebäude den Straßenraum und aktivieren ihn durch gewerbliche Nutzungen im Erdgeschoss. Im Inneren öffnet sich ein geschützter Hofbereich als gemeinschaftlicher Mittelpunkt der Wohnanlage. Die Nähe zu Bildungseinrichtungen, dem öffentlichen Nahverkehr und den Freiräumen des Volksparks schafft attraktive Bedingungen für das studentische Wohnen.

Städtebaulich interpretiert das Projekt die Typologie der Vorstadtvilla neu. Vier eigenständige Baukörper greifen die Struktur des Bebauungsplans auf und übersetzen sie in eine zeitgemäße Architektursprache. So entsteht ein Ensemble, das sich selbstverständlich in die Umgebung einfügt und zugleich eine eigene Identität entwickelt.

Das Tragwerk ist überwiegend in Holzbauweise geplant. Tragende Wände und Decken werden aus Brettsperrholz gefertigt und durch Holzrahmenkonstruktionen in den Fassaden und Flurwänden ergänzt. Durch eine Schottenbauweise mit geringen Spannweiten können Querschnitte möglichst sparsam dimensioniert werden. Nur die Untergeschosse und Treppenhauskerne werden in Stahlbeton umgesetzt. Die Bauweise reduziert den Materialeinsatz und den CO₂-Fußabdruck, ermöglicht kurze Bauzeiten und schafft durch die sichtbaren Holzoberflächen eine hohe Aufenthaltsqualität.

Mit seinem nachhaltigen Konstruktionsansatz, der Förderung gemeinschaftlicher Wohnformen und der Verbindung von Wohnen, Arbeiten und Begegnung leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung des Wissenschafts- und Hochschulstandortes Potsdam. Die Fertigstellung des Wohncampus ist für Anfang 2029 vorgesehen.

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