Hortneubau in Oberlößnitz | Radebeul

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Projektdaten

1. Preis im Wettbewerb
 

  • Bauherr Stadtverwaltung Radebeul, Stadtbauamt
  • Architektur KRP Architektur GmbH
  • Daten BGF: 2.080 m² | BRI. 8.380 m³
  • Leistungsumfang TWP LPh. 1-6, Therm. Bauphysik LPh. 1-7, Simulation sommerl. Wärmeschutz
  • Planungszeit 08.2017 – 10.2026 (mit Unterbrechung)
  • Bauzeit seit 06.2026

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Hortneubau in Radebeul-Oberlößnitz

Projektpartner
KRP Architektur GmbH

Hortneubau in Oberlößnitz, Radebeul

Innerhalb der historischen Weinberglandschaft in Radebeul-Oberlößnitz entsteht derzeit ein zweigeschossiger Hortneubau für etwa 250 Kinder auf einem bewaldeten Grundstück in Hanglage.

Die beiden Geschosse des ca. 78 m langen Gebäudes sind leicht zueinander versetzt angeordnet und bilden verschieden hoch liegende Außenbereiche und Terrassen. Der Baukörper wird senkrecht zum Hang angeordnet und nimmt mit seinem langgestreckten, leicht gestaffelten Volumen die Topografie des Grundstücks auf. Die Decke über dem Erdgeschoss wird dabei zugleich als Dachterrasse genutzt und stellt eine direkte Verbindung zwischen den Innenräumen und dem Gartenhof her.

Das Tragwerk ist als Massivbau konzipiert. Die tragenden Bauteile des Erdgeschosses entstehen überwiegend in Stahlbeton, für die Außenwände des Obergeschosses kommen hochdämmende Ziegel zum Einsatz. Ergänzt wird das Tragwerk durch Stahlbetonstützen, tragende Innenwände und Stahlbetondecken. Die Decken werden als Stahlbetonflachdecken ausgebildet; die Decke über dem Erdgeschoss weist entsprechend den statischen Anforderungen unterschiedliche Plattendicken auf.

Eine besondere konstruktive Rahmenbedingung ergibt sich aus der Hanglage. Das Gelände steigt auf dem Grundstück von Süden nach Norden um rund 13 m an. Entsprechend wird auch die Baugrube abschnittsweise unterschiedlich ausgebildet: Während Bereiche abgeböscht werden können, ist an der Westseite über einen großen Teil der Baugrubenlänge eine Trägerbohlwand vorgesehen. Die Gründung erfolgt als Flachgründung mit Stahlbetonbauteilen und Frostschürzen.

Die horizontale Gebäudeaussteifung wird durch die vorhandenen massiven Wände gewährleistet. Die Geschossdecken übernehmen dabei eine wesentliche Funktion für den Lastabtrag und die Weiterleitung der horizontalen Einwirkungen. Es entsteht ein durchgängig massives Tragwerk, das auf die langgestreckte Geometrie und die topografisch bedingten Höhenunterschiede reagiert. Durch die Reduzierung der lastabtragenden Wände im Inneren ist das Gebäude in der Lage, einfach auf sich potentiell ändernde Raumbedarfe zu reagieren.

Die Stahlbetonflachdachdecke erhält eine extensive Dachbegrünung und wird mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet. Für die zusätzlichen Lasten aus Dachaufbau und möglicher PV-Anlage wurden entsprechende Lastannahmen in der Tragwerksplanung berücksichtigt.

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